Chronik 1963-1987

Chronik der Prinzengarde
vom Jahr 1963 bis zum 50jährigen Jubiläumsjahr 1987


Wir bedanken uns bei unserem Offizier Bernd Rybak, der die Chronik von 1963 - 1987 erarbeitet hat. Ein weiterer Dank gilt den Offizieren, die ihm hilfreich zur Seite standen.



Mit dem Beginn des Jahres 1963 blickte die Prinzengarde auf eine erfolgreiche 25-jährige Geschichte zurück. Zahlreiche Veranstaltungen, innerhalb und außerhalb Duisburgs, hatte die Garde besucht oder in eigener Regie durchgeführt. Zu über 60 Terminen stand die Prinzengarde an der Seite des Duisburger Prinzen. Leider war die Session nicht ganz ungetrübt geblieben. Aufgrund der Sturmflut die Hamburg in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962 heimsuchte, war der krönende Sessionsabschluß verwehrt geblieben. Bundesweit waren alle Rosenmontagszüge abgesagt worden und es sollte auch nicht der letzte gewesen sein!

Die erste Eigenveranstaltung der Prinzengarde war in diesem Jahr der Silvesterball in der neu gebauten Mercatorhalle. Die Verträge zu dieser Veranstaltung waren bereits 3 Jahre zuvor durch den Ehrenpräsidenten Hermann Krämer (Prinz 1954) unterschrieben worden. Mit der Prunksitzung am 17. Februar und dem Kostümball am 23. Februar 1963 setzte die Garde die Reihe der Eigenveranstaltungen in diesem Jahr erfolgreich fort.

Auf der Jahreshauptversammlung im Frühjahr 1963 wurden folgende Mitglieder in den Vorstand berufen:

1. Vorsitzender:
Dr. Hans Georg Thienemann
2. Vorsitzender:
Harald Hack
Stabszahlmeister:
Hans Steffen
Chef des Stabes u. Kommandeur:
Hans Dohmen
Ehrenpräsident:
Hermann Kremer
1. Regimentsschreiber
und Soldatenkorpsführer:

Alfred Stegemann
2. Regimentsschreiber:
Günther Finke
1. Zeugmeister:
Heinz Mayer
2. Zeugmeister:
Werner Sandführ
Reiterkorpsführer:
Jochen Lemke
Kommandeurin Amazonenkorps:
Irene Stegemann


454 Mitglieder zählte die Prinzengarde zu diesem Zeitpunkt. Standquatier der Prinzengarde war und blieb die „Schützenburg”.

Auch 1964 stand Voll und Ganz im Zeichen von Aktivität und Humor der Prinzengrade. Prinz Werner II. nebst Prinzengarde tourten am 01. Februar 1964 an den Niederrhein. Mit Autobussen fuhr man zunächst vor das Kreishaus in Dinslaken, dort begrüßte Landrat Stapp alle Karnevalisten mit „launigen” Worten. Mit einem Empfang beim Bürgermeister Kräcker im Lichthof des Rathauses wurde das Tagesprogramm fortgesetzt. Prinz und Prinzengarde folgten danach einer Einladung zur großen Prunksitzung der KG „Weiße Mäuse” in die Niederrheinhalle. Erst am späten Abend fuhren alle gut gelaunt zurück nach Duisburg.

Schon der darauf folgende Sonntag wurde ein weiterer Höhepunkt im Veranstaltungsmarathon. Die Garde hatte zur Prunksitzung in die Mercatorhalle geladen. Das wunderbare Bühnenbild in Form eines zünftigen Feldlagers mit Fässern, Riesenkanone und Fort wurde zusätzlich von den Prinzengardisten in Ihren schmucken Uniformen lebendig gehalten.

Ein weiteres Korps der Prinzengarde trat im Jahre 1965 vermehrt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Das Amazonenkorps unter Kommandeurin Irene Stegemann trat bei zahlreichen Veranstaltungen in Erscheinung, wie zum Beispiel auch am 26. Februar 1965 im Duisburger Hof. Stimmung, Temperament und „Hoch die Kaffeetassen” ließen den Saal förmlich beben. Um es mit den Worten Stefan Hell's (Prinz Stefan I.) auszudrücken ...

„Es braust ein Ruf wie Donnerhall, Duisburg feiert Karneval.”


Mit der am 29. Februar 1965 veranstalteten Prinzenparade zogen rund 150 Musiker und 250 aktive Narren ab 11:11 Uhr vor die Mercatorhalle. Mit diesem Ereignis ging man in die bevorstehenden tollen Tage, bis am Aschermittwoch sprichwörtlich alles vorbei war. Als Vertragsspielmannszug konnte die Prinzengarde den Spielmannszug der St. Sebsatianer Schützenbruderschaft von 1420 e.V. verpflichten.

Mit dem neuen Jahr 1966 regierte nicht nur der jüngste Prinz Duisburgs Narren, sondern auch ein Prinz aus den Reihen der Prinzengarde. Mit Walter Eickhoff bestieg ein Mitglied aus dem Soldatenkorps den Narrenthron und mit seinem Hofmarschall Günther Finke (Major der Prinzengarde) an seiner Seite konnte nichts schief gehen.

Mit dem Narrenheer am 14. Februar 1966 in der Mercatorhalle, setzten Prinzengarde und Ehrengarde Blau-Weiß neue karnevalitische Akzente. In einer gemeinsamen Prunksitzung vor der Kulisse eines alten Gasthofes präsentierten sich beide Garden dem ausverkauften Haus.

In einer weiteren Gemeinschaftssitzung im Januar 1967 in Duisburgs „guter Stube”, der Mercatorhalle, präsentierten Prinzengarde und die KG „Blau-Gold” einen bunten Reigen karnevalistischer Höhepunkte. Im Kommandostand, übrigens ausgestattet mit Telefon und schwenkbarem Mikrophon, lösten sich Kommandeur Hans Dohmen und „Blau-Gold” Präsident Hans Nipken, in der Leitung dieser Sitzung ab. Einer der Höhepunkte des Abends war der Einzug Sr. Tollität Prinz Peter II. samt Gefolge. Blumen und Dank galten den Marketenderinnen der Prinzengarde, unter der Führung von Irene Stegemann.


Herrenballett der Prinzengarde-Offiziere 1969

Mit der Teilnahme in Wien an der Verleihung des Ordens vom „Lieben Augustin” reisten insgesamt 25 Abordnungen an Karnevalsgesellschaften aus ganz Europa im Januar 1969 zu dieser Veranstaltung. Die Prinzengarde der Stadt Duisburg, an der Spitze ihr Kommandeur Hans Dohmen, zog mit 11 Offizieren inkl. dem Tanzpaar in die Wiener Hofburg ein. In dem glanzvollen Rahmen dieses Festes wurde der „Wiener Fasching” gebührend gefeiert.


Offizierkorps vor der Wiener Hofburg 1969

Mit einer weiteren gemeinsamen Herrensitzung mit den Blau-Weißen der Ehrengrade war ein weiterer karnevalistischer Meilenstein gesetzt. Nach Karneval und Feiern wandte sich die Prinzengrade ernsteren Ereignissen zu. Karl Kiefer, Generalquartiermeister der Prinzengarde verstirbt im Februar 1969. Mit der Neuwahl im Gasthaus „Casino” bildete sich der Vorstand der Prinzengarde neu.
Gewählt wurden in folgende Ämter:

1. Vorsitzender:
Karl Schmitz
Zahlmeister:
Horst Platen
Kommandeur:
Hans Dohmen
Stellv. Kommandeur:
Günther Finke

Alle anderen Funktionsträger wurden in Ihren Ämtern bestätigt.


Das Reisen der Prinzengarde zu den europäischen Städten sollte sich in dieser Zeit zu einem festen Bestandteil in der Jahresplanung entwickeln. Zum Beispiel sollte die Reise des Fanfarenkorps zum Schloß Mirabell in Salzburg bzw. in Berchtesgarden anläßlich des dort stattfindenden Faschingsauftaktes am 06. Januar 1970 in bleibender Erinnerung bleiben. Weiter sind zu nennen die Teilnahme am 11-Städtekarneval in Hertogenbosch und ein Besuch der Garde beim Weseler Karneval.

Ein weiterer Meilenstein im Terminkalender der Prinzengarde wurden die Galanächte in der Mercatorhalle. Mit der zweiten Galanacht begann das neue Jahr 1971 gleich mit einem karnevalistischen Höhepunkt. Ein Termin ganz anderer Art stand im Februar auf dem Plan. Die Duisburger Prinzengarde weilte am 06. Januar 1972 zum 2. Male auf Einladung der „Wiener Faschingsgesellschaft” in Wien, um an der Überreichung des „Lieben Augustin” in der Wiener Hofburg teilzunehmen.



Wolfgang Hübner wurde auf der Beiratssitzung des Hauptausschuß Duisburger Karneval (HDK) erstmals und einstimmig zum Zugleiter des Duisburger Rosenmontagszuges gewählt.

Eine im Sinne der Freizeitgestaltung geleistete Aktivität ganz anderer Art wurde von den Offizieren der Prinzengarde im Sommer des Jahres 1972 erbracht. Wenn zwar nicht in Uniform der Garde, so doch im schmucken Trikot der Fußballer nahmen die Gardisten an einem Fußballspiel zwischen der „Prinzengarde” und dem „FC Schmiere” (Freizeitspieler der Münchener Lach- und Schießgesellschaft) teil. Auf dem Fußballplatz der Eintracht am Kalkweg verloren wir leider mit 2:6.




Unsere Fußball-Auswahl 1972

Zu Beginn des neuen Jahres fuhr die Garde (bestehend aus dem Offizierskorps, dem Fanfarenzug und dem Spielmannzug) am 4. Januar 1973 nach Salzburg, um dort einer Einladung der Faschingsgilde folgend, am karnevalistischen Treiben, u. a. dem Festzug und Krönungsball, teilzunehmen.

Auf der 5. Galanacht am 14. Februar 1974 konnte Marlene Charell , Revuestar aus Paris, für diesen Abend verpflichtet werden. Das dies ein Jahr der Prinzengarde werden sollte, wurde mit der Kürung Sr. Tollität, Dieter I. (Dieter Wergen, Oberleutnant der Prinzengarde) bekräftigt. Den 60. Geburtstag beging Mitbegründer und Marschall der Garde Hans-Rudolf Reichel. Eine Abordnung unter der Führung unseres Kommandeurs Hans Dohmen besuchten ihn zu seinem Ehrentag und ernannten ihn offiziel zum Ehrenmarschall der Prinzengarde.

In der Jahreshauptversammlung am 20. April, wurde Wolfgang Hübner, bis dahin 2. Vorsitzender der Prinzengarde, an die Spitze des Vorstandes gewählt. Weiterhin wurde entschieden, das der Titel 1. „Vorsitzender” in „Präsident” geändert wird. Dieter Wergen, nunmehr Hauptmann der Prinzengarde übernahm als Redakteur die „Prinzengarde - Nachrichten”.

Im Alter von 73 Jahren verstarb unser Gründungsmitglied und Generalfeldmarschall der Prinzengarde Karl Emmerich. Eine große Abordnung gab ihm das letzte Geleit.

Wie in den Jahren zuvor, wird auch das Jahr 1975 mit der „Galanacht” in der Mercatorhalle eröffnet. Aus Anlaß der 250 Jahr' Feier der Hannen Brauerei nimmt die Prinzengarde mit ihren Musikzügen an einem großen Heerlager teil. Grund ist die Verbundenheit mit Ehrenoffizier Hugo Hannen. Hitze und Sonne machen es den Gardeteilnehmern allerdings in Ihren Uniformen recht schwer.

Anfang Januar 1976 weilte die Prinzengarde zum Kanevalsauftakt im sonst so schönen Kiel, aber zu dieser Zeit geschah jedoch das beinah Unfaßbare. Ein sich zum Orkan auswachsender Sturmwind sorgte im wahrsten Sinne des Wortes für ein „Landunter” in Kiel. Mit Platzkonzerten, der Teilnahme an der Prinzenvorstelllung im Rathaus, der Proklamation im Kieler Schloß, Narrenfrühstück und Festabend, stellte sich die Prinzengarde mit ihren teilnehmenden Korps in den Dienst der karnevalistischen Sache und den Naturgewalten entgegen. Ein Abenteuer besonderer Art und Dimension, derer man sich noch heute gerne erinnert. Weitere karnevalistische Reisen des Jahres waren Paris und im November nahm die Prinzengarde auf Einladung der Hannen-Brauerei am Altbierfest in Istanbul teil.



Vereinsintern wurde Hans Dohmen vom Kommandeur zum kommandierenden General ernannt und an seine Stelle als Kommandeur trat Dieter Wergen.

Mit den Feiern zum 40-jährigen Bestehen der Pinzengarde wurde das Jahr 1977 begonnen. Nicht nur mit einer besonderen Jubiläumsmatinee ward die Prinzengarde auf, nein, sie stellte auch den Prinzen Karneval der Session Heiner Becks (Prinz Heiner I.). Doch damit nicht genug, auch das Kinderprinzenpaar der Stadt Duisburg kam in diesem Jahr aus den Reihen der Garde (Bernd & Kerstin Finke).

Unter Gerd Schneider als Korpsführer wurde in diesem Jahr das Soldatenkorps aus der Taufe gehoben. 20 junge Männer wurden gemustert, eingekleidet und mit, den für die Epoche gebührend, historischen Vorderladergewehren ausgerüstet. Auch das Fahnenschwenkerkorps etablierte sich als fester Bestandteil der Prinzengarde.




Prinzenkürung 1977
     

Soldatenkorps 1977

Personelle Veränderungen gab es im Jahre 1978 im Führungsstab der Prinzengarde. Kommandeur Dieter Wergen zog es aus beruflichen und privaten Gründen in den Süden der Republik. Ihm wurde eine besondere Ehre zuteil, die es bisher im Vereinsleben der Garde noch nicht gab. Mit einem großen Zapfenstreich aller Korps der Prinzengarde und musikalisch geführt von Hans Clasen, wird der scheidende Kommandeur eindrucksvoll verabschiedet. Klaus Lemke wurde am 13. April 1978 zum Nachfolger gewählt. Sportlich zieht es eine große Zahl an Prinzengardisten, nämlich 60 schneeaktive, Anfang März in den hochalpinen Schnee von Zürs. Skibobrennen und Spaß stehen an diesem langen Wochenende im Vordergrund.

Feierlich begeht der Spielmannszug der Prinzengarde unter der Führung von Heinz Schmitz das 25-jährige Jubiläum. Als Präsent wird dem „Jubilar” ein Säckchen mit genau 111,11 DM vom Vorstand überreicht. Als sommerliche Aktivitäten sind das Sommergrillfest, die Makrelenfahrt auf der Nordsee, sowie ein Auftritt beim historischen Jahrmarkt zur Eröffnung des Zeughauses in Mönchengladbach zu nennen.

Tänzerisch begeben sich einige Offiziere des Korps im Sommer in die Obhut der Tanzschule Paulerberg. Hintergrund ist das erlernen des so genannten „Säbeltanzes”.
Die vielleicht bis dato unbekannten Talente der Offiziere erstaunten selbst die eigenen Frauen.
Zum Klang des schmissigen Montreal - Marsches gaben alle eine „gute Figur” ab.


Helmut Schön wurde anläßlich der Galanacht 1979 Ehrenoffizier der Prinzengarde. Als Stargast konnten für diese Veranstaltung Alice & Ellen Kessler verpflichtet werden. Die bewährten Auftritte aller Korps und der hervorragenden Künstler gaben dieser Veranstaltung den glanzvollen Rahmen.



Prinzengarde 1978 in der Mercatorhalle

Mit der „Niederrheinfahrt” in die Nachbarstädte um Duisburg zog es Prinz Klaus I., Oberbürgermeister Josef Krings und natürlich die Prinzengarde am 17. Februar 1979 zum närrischen Treiben. Ins schneegeplagte Amsterdam reiste am Tag darauf die Prinzengarde, um an einem karnevalistischen Umzug teil zu nehmen. Die Kürassierstiefel der Gardisten wurden hier kniehoch vom Schnee umhüllt.

Zum wiederholten Male folgte die Prinzengarde einer Einladung der Salzburger Faschingsgilde um den Fasching in Salzburg zu erleben und zu genießen.
Mit Peter III. (Schlingermann) betrat 1980 ein wahrlich musikalischer Prinz die närrische Bühne in Duisburg.

Einfach tierisch ging es in der Galanacht der Mercatorhalle zu. Mit einem Pferd auf der Bühne überraschte die Garde ihre Gäste in Duisburgs „Guter Stube”.
Weitere Highlights des Jahres waren unter anderem eine Autorally quer durch den gesamten Niederrhein und einige seefeste Prinzengardisten fuhren im August hinaus zum Makrelenfang. Unsere prachtvolle Uniform wurde gegen Mütze, Pullover und Parka getauscht. In diesem Sinne: Petri Heil! Auf Einladung der Großen Berliner Karnevalsgesellschaft fliegt eine Abordnung der Prinzengarde mit Prinz Peter III. und seiner Gattin am 13. November in die alte Reichshauptstadt zum Karnevalsauftakt.
Der Nachwuchs des Karnevals in Duisburg wurde im Jahr 1981 seitens der Prinzengarde gestellt. Se. Tollität Prinz Jörg I. (Platen), Prinzessin Kirsten I. (Genenger) sowie Hofmarschall Marc (Weiß) bildeten in der Session die Kinderprinzencrew. Mit dem „Lachenden Opernhaus” im Stadttheater zu Duisburg erweiterte die Prinzengarde ihre Eigenveranstaltungen. Besonders unter dem Einsatz des technischen Direktors der Deutschen Oper am Rhein und Offizier der Prinzengarde, Lothar Bahr wurde diese Veranstaltung aus der Taufe gehoben.

Im Wintersportort Zürs lernen unsere, an der Zahl 28, Prinzengardisten den legendären, berühmten Ex-Rennfahrer und Porscherennleiter Huschke von Hackstein kennen. Mit Ihm zusammen geht es auf der Skibobbahn ins Rennen.

Präsident Wolfgang Hübner feierte am 23. Mai 1981 auf "Burg Wasserburg" seinen 50. Geburtstag. Mit einem Zapfenstreich traten alle Korps der Prinzengarde an diesem Feiertage an.

Paris im Sommer! Im Juni reisen unsere Aktiven an die Seine-Metropole. Bei rund 50°C in der Sonne, in voller Gardeuniform, mit Stiefeln und Dreispitz, wird dieser Besuch zu einem Saunaaufenthalt. Sportsgeist bewiesen unsere Gardisten bei einer Spiel, Spaß & Show-Veranstaltung im Wedau Stadion im Juli. Bei einem Staffellauf, ausgetragen zwischen Mannschaften verschiedener Karnevalsgesellschaften, schreiten die clownkostümierten Aktiven zur Tat...



     

Mit einer aktiven Mitgliederzahl von 146 Offizieren wird der Beförderungsappel am 16.Januar 1982 im Pfeilersaal des Duisburger Hof's begangen. Als einzige Gesellschaft im Duisburger Karneval wird als weitere Eigenveranstaltung der Prinzengarde die Damensitzung ins Leben gerufen. Regimentstochter Uschi Bachmann amtierte als Sitzungspräsident bei dieser tollen Veranstaltung. Mit dem Einzug Sr. Tollität Prinz Karlheinz III. zogen zum Schluß auch die Prinzengardisten in den Saal, so daß die biologische Mischung der Frauen/Männerwelt wieder stimmte! Weitere Veranstaltungen der Prinzengarde sind im Jahr 1981, neben der Damensitzung, die Galanacht, das Herrenessen des Korps á la Suite, das Lachende Operhaus und natürlich auch die Herrensitzung. Am 14. Februar wurden erneut die Reisebusse der „Wappen von Duisburg” aktiviert... In Aachen galt es die 125-Jahr-Feier der KG „Oecher Penn” zu Feiern. Mit dem Besuch und der Teilnahme an dem Straßenumzug innerhalb Aachens zeigte sich die Prinzengarde in einem farblich erfrischenden Weiß-Rot.

Am 17. Juli 1982 beging Hans Dohmen seinen 50. Geburtstag. Die Prinzengarde gratulierte mit einer ausgewählten Abordnung dem Jubilar.

Organisatorisch bezog die Prinzengarde, tatkräftig unterstützt von Lothar Bahr, ihre Bekleidungs- und Ausrüstungskammer in den Gemäuern des Stadttheaters zu Duisburg. In einem eigens dafür eingerichteten Kellerraum sind seit dieser Zeit unsere Weiß-Roten Uniformen und deren Ausrüstungsartikel gelagert.

1100 Jahre Duisburg. Dieses Jubiläum feierte die Stadt Duisburg und mit Ihr die Prinzengarde im Jahr 1983. Unter dem Motto „DU-Liebenswert voll Schwung, 11 x 1OO Jahre jung” wird der Duisburger Karneval gefeiert. Mit einer einstündigen Livesendung wurde im Fernsehen der Rosenmontagszug übertragen. Unser Präsident und Zugleiter Wolfgang Hübner moderierte durch die Sendung.

Als neuer Ehrenoffizier der Prinzengarde wird Oberbürgermeister Josef Krings ernannt. Hans Dohmen übernimmt, auf der Jahreshauptversammlung beschlossen, das Amt des Vizepräsidenten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten finden sich 14 tanzfähige Offiziere unter der Führung von Tanzgeneral Hans-Jürgen Eimers zu einem Tanzkorps der Prinzengarde zusammen. Hartes Training und Disziplin führen zu einem ersten, großen Auftritt am 19. November 1983 in Bochholt. Der Applaus des Publikums sind der Mühe Lohn.

Die Gazetten der Stadt berichteten im Januar 1984 über die Prinzengarde-Veranstaltungen (Galanacht, Damensitzung und Lachendes Opernhaus) durchaus erfreulich. In Schrift und Foto wird über Stimmungen, Stars und der Ernennung von Frau Dr. Mildred Scheel zum Ehrenoffizier der Prinzengarde in Duisburgs Öffentlichkeit berichtet. Die Duisburger Prinzengarde am Karnevalssonntag in Köln! Kann das sein? Aber ja! Alle Korps der Garde, mit Ausnahme der Offiziere, die zur Prinzenbegleitung abkommandiert wurden, fuhren an diesem Nelkensonntag nach Köln, um dort am Veedelzöch teilzunehmen. Mit schmetternder Marschmusik und forschen Schrittes geht es durch die Innenstadt. Als Höhepunkt zum Schluß sogar in den berühmten Gürzenich. Manch Kölner mag sich gewundert haben. Kölle Alaaf!

Auch die Örtlichkeit des diesjährigen Sommerfestes im September hatte es in sich. Prinzengardisten, deren Angehörige und Freunde versammelten sich auf der Sioux Montana Ranch unter Indianer, Squaws, Trapper und Yankees, um unter sommerlichem Himmel am Lagerfeuer zu palawern. How!

Der Winter 1984/1985 machte, aus karnevalistischer Sicht betrachtet, nicht vor Duisburgs Stadtgrenzen halt. Was die Temperaturen angeht, so erwischte es Duisburgs Narren „eiskalt”. Sibirische Kälte, sowie wegen Smog angeordnete Fahrverbote, beeinträchtigen An- und Abfahrten der Künstler und die der Besucher karnevalistischer Veranstaltungen. Jedoch nicht die Stimmung! Der in Duisburg gastierende Zirkus „Althoff” wird in besonderer Weise in das Karnevalsgeschehen Duisburgs mit einbezogen. Wegen der andauernden Kälte muß der Zirkus zwangsweise länger verweilen als geplant. Um aber die dadurch entstehenden Kosten zu decken, entscheidet sich der HDK und die Prinzengarde zu einem Event besonderer Art. Mit einer karnevalistischen Manegenparty, wird ein Mix aus Karneval und Zirkus den Besuchern geboten, worin z. B. Se. Tollität Prinz Werner III. als Zielperson eines Messerwerfers zur Verfügung steht. Wolfgang Hübner und Ehrenrittmeister Detlev Zürn begeistern als Clown in der Manege.

Nachdem die Litewka als Kleidungsergänzung die Prinzengarde optisch verbesserte, so beschloß nun das Korps á la Suite die Anschaffung eines eigenen Spencers um die Zugehörigkeit zur Prinzengarde auch nach außen zu dokumentieren. Mit stolzen 25 Jahren feierte das Fanfarenkorps in diesem Jahr seinen Geburtstag.



Fanfarenkorps 1985
In zahlreichen nationalen und internationalen Wettstreitteilnahmen
gewann das Korps u.a. 8 x den Ehrenpreis und 20 x den 1. Platz.


Im März des Jahres packten Fanfarenkorps und aktive Offiziere der Prinzengarde wieder einmal die Koffer. Vive la France! Über Mühlhausen fuhren die Busse der „Wappen von Duisburg” nach Chalon. Mit dem zielsicheren Vorhaben am dortigen Umzug teilzunehmen, gingen alle Reisenden nach Einquatierung im Hotel, zunächst einem „trinkfesten Umzug” nach! Tags darauf, trotz Schneetreiben, marschierte die Prinzengarde entlang den Straßen von Chalon. Unfreiwillig zerlegte es einem Offizier den Dreispitz. Ein Knallkörper detonierte in seinem Dreispitz, so dass Federbusch und Teile des Dreispitz sich in Wohlgefallen auflösten.

„Na isset denn?” Unter diesem Motto stand die Session 1985/1986. Mit Sr. Tollität Prinz Manfred I. trat ein Prinz in Erscheinung, dem die Zahl 11 förmlich auf dem Leib geschrieben war. An einem 11.11. geboren, gekürt am 11.1., Ende der Regentschaft am 11.02. und schließlich 11 Jahre Mitgliedschaft in seiner Gesellschaft.

Mit den Eigenveranstaltungen Herren- und Damensitzung, Lachendes Opernhaus und der Galanacht trafen Organisatoren und Künstler beim Publikum voll ins Schwarze. Das Reiterkorps, unter der Führung von Willi Freesen, tourte 2 Tage mit mehrstündigen Ausritten in der Umgebung von Bergen an der Damme und eine 60 köpfige Abordnung der Prinzengarde besuchte unsere Freunde vom Reiterfanfarenkorps Ganderkesse.

Bereits im Frühjahr 86 begannen die Vorbereitungen für die in 1987 geplanten Feierlichkeiten anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Prinzengarde. Zum selben Zeitpunkt trainierte eine Gruppe tanzwütiger Offiziere zwecks Bildung eines „Rabaukenballets” welches bei den Jubiläums-Veranstaltungen auftreten sollte.



Rabaukenballett 1986

50 Jahre Prinzengarde der Stadt Duisburg ...
Das Jahr 1987 steht voll und ganz im Zeichen der Feierlichkeiten anläßlich dieses Jubiläums. Die Programmgestaltung der Eigenveranstaltungen waren geprägt von feierlichen Akzenten und Gästen, die der Prinzengarde zu diesem Jubiläum auf vielfältige Art und Weise gratulierten.

Noch allen in Erinnerung war das vor 3 Jahren in Trier stattgefundene „Bundestreffen der Traditionsgarden” des BDK. Nun, in diesem Sommer, am 21. Juni findet diese Veranstaltung in Duisburg statt. Bei sommerlichem Wetter marschieren rund 30 Garden mit 2500 Uniformierten durch die Innenstadt Duisburgs.



Die Prinzengarde im Jubiläumsjahr 1987 vor dem Duisburger Stadttheater


Eine Auflistung aller Kommandeure und Präsidenten der Gesellschaft
finden Sie unter: Aktuelles/Archiv


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