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Bericht der Rheinischen Post / ...Opernhaus 2018

Musik, Tanz, Comedy und Artistik beim lachenden Opernhaus

Das Publikum konnte sich im Stadttheater Duisburg über ein abwechslungsreiches Programm freuen. Gefehlt haben zur Einstimmung nur die Minis der Prinzengarde.

Es war Punkt 18 Uhr, als der große Vorhang des Stadttheaters sich erhob. Auf den Brettern, die die Welt bedeuten, war die komplette Prinzengarde der Stadt Duisburg angetreten, die mit klingendem Spiel der beiden Musikzüge die traditionelle Veranstaltung ".... Opernhaus" eröffnete: Ein wunderbares Bild in weiß-rot.

Das Publikum leuchtete am Samstagabend mit den am Eingang verteilten roten Leuchtstäbchen. Sitzungspräsident Alexander Graf von Schwerin, seines Zeichens Ehrengeneralmajor, führte durch ein über vierstündiges Programm. Stolz verkündete er: "Ich freue mich, dass wir wieder so ein tolles Publikum haben". Er hatte der Veranstaltung ein eigenes Motto gegeben "närrische Groko", was so viel heißen sollte wie die Große Karnevalsoffensive.

Das Programm enthielt von allem etwas - Musik, Show, Tanzdarbietungen, Comedy, Artistik und Büttenreden. Aber es gab auch schon mal bessere Programmpunkte. Gleich zu Anfang kam die Frage auf: Wo sind denn die Minis der Prinzengarde, die im vergangenen Jahr mit ihrem Sessionstanz für Begeisterungsstürme gesorgt hatten?

Dennoch - an ihrer Stelle trat das Tanzpaar Lucia und Michael auf und sorgte für den Eisbrecher. Im späteren Verlauf zeigte dann auch noch Tanzmariechen Lisa Jungbluth einen sehenswerten Tanz. Erster Redner war "De Erdnuss". Er berichtete über fliegende Duisburger, über das Klassentreffen der über 80-Jährigen, zog US-Präsident Trump durch den Kakao. Manch alte Witze hatte er gut verpackt und die Lacher auf seiner Seite.

Lustig war auch Änne aus Dröpplingsen. Die "alte" Hausfrau aus dem Sauerland raste mit ihrem Rollator auf die Bühne und plauderte über ihre Ehe, die Altenrunde, Restpostenparty, Busfahrt-Erlebnisse und ihre Freundin Marga. Das Plappermäulchen wollte gar nicht mehr aufhören. Schließlich entschloss sie sich, noch einen Rock´ n Roll mit ihrem Gehwägelchen zu machen. Das kam an, das machte Spaß.

Aus Köln angereist kamen die Drei Colonias. Dieses Terzett, mittlerweile schon 42 Jahre zusammen, war schon öfter im Theater. Dieses Mal alberten sie mit Kölschen Liedern, die alle nach Melodien der Neuen Deutschen Welle gesungen wurden. Schließlich wurde noch gemeinsam "Ob Kölsch, ob Pils oder Alt, die Hauptsach´ ist, es knallt" geschmettert. Partystimmung gab es mit der Bigband "Die Bajaasch". Die 14 Musiker rockten die kölschen Liedern ziemlich laut. Von der tollen Tanz-Garde "Steinenbrücker Schiffermädchen" mit 36 Aktiven war das Publikum ebenfalls begeistert. Sie bot rasante Hebefiguren.

Schließlich gab es noch artistische Comedy mit dem Hamburger Jens Ohle. Der humorvolle Mann war mit seiner Leiter, dem Einrad und seinen Jongliereinlagen nicht schlecht, wäre aber etwas besser für ein Varieté gewesen. Mit viel Begeisterung wurde Stadtprinz Udo I. mit Gefolge begrüßt, bevor die große Funkengarde Erkelenz ein randvolles Programm abrundete.

RP/DIETER KRÜSSMANN

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